Von Quantenchips zu fernen Sternen: Eine Nacht voller Entdeckungen

© Ana Brás Würschig, DYNAVERSE. © Marie Heiseler, ML4Q

Winzige Quantenstrukturen. Ferne Sterne. Große Fragen. Am 3. Juli brachten ML4Q und der Exzellenzcluster DYNAVERSE all das bei der Nacht der Technik Köln zusammen.
Mehr als 60 Besucherinnen und Besucher kamen zu einem Abend mit Vorträgen, Laborführungen und persönlichen Begegnungen mit Forschenden. Sie entdeckten Neues, stellten Fragen und erlebten Wissenschaft außerhalb des Lehrbuchs.

Den Auftakt machte ein Vortrag von Professor David Gross. Er nahm das Publikum mit zurück zu dem Zeitpunkt, an dem die klassische Physik an ihre Grenzen stieß und eine völlig neue Theorie notwendig wurde: die Quantenmechanik. Im Mittelpunkt des Vortrags standen grundlegende Fragen der Quantenphysik. Warum sind manche Ereignisse prinzipiell nicht vorhersagbar? Was bedeutet es, ein Quantensystem zu beobachten? Und was sagt uns die Quantenmechanik über die Wirklichkeit? Dabei wurde das Publikum von vertrauten Vorstellungen der klassischen Physik in die faszinierende Welt der Quantenmechanik geführt.

Bei den anschließenden Laborführungen wurde die Quantenwelt greifbar. Dr. Oliver Breunig führte die Besucherinnen und Besucher durch das Labor für Topologische Materie. Dort stellen Forschende Quantenmaterialien im Nanometerbereich her und untersuchen ihre Eigenschaften. Die Gäste konnten die Geräte kennenlernen, die in der aktuellen Forschung eingesetzt werden, und erfuhren, wie sich Strukturen untersuchen lassen, die viel zu klein sind, um sie mit bloßem Auge zu erkennen. Ein besonderer Höhepunkt des Abends war das Rasterelektronenmikroskop. Im Vergleich zu einem Quantenchip wirkte ein einzelnes menschliches Haar riesig. So wurden die Größenverhältnisse der Forschung unmittelbar sichtbar.

DYNAVERSE führte die Reise von den kleinsten Strukturen der Natur bis zu den größten weiter. Zwei Vorträge gaben Einblicke in das Hochleistungsrechnen und moderne Teleskope. Die Besucherinnen und Besucher konnten ein LEGO-Modell des CCAT-Teleskops betrachten, die Astronomie mithilfe von Virtual Reality erkunden und sogar ein eigenes Miniaturteleskop mit einem 3D-Drucker herstellen und mit nach Hause nehmen.

Am Ende des Abends waren die Gäste von Quantenchips bis zu fernen Galaxien gereist, ohne Köln verlassen zu müssen.

Während der Nacht der Technik öffnen Technologieunternehmen, öffentliche Einrichtungen und Hochschulen ihre Türen und ermöglichen es den Besucherinnen und Besuchern, moderne Technologien direkt vor Ort zu erleben. An der diesjährigen Veranstaltung beteiligten sich 55 Unternehmen und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen. Ob digitales Start-up, örtliche Feuerwehr, traditionsreiches Unternehmen oder Forschungsnetzwerk für Quantencomputing: Die alle zwei Jahre stattfindende Nacht der Technik bietet einen Blick hinter ganz unterschiedliche Türen.

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